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Respektvolle Sprache und trans Frauen

Du hast nicht viel Erfahrung mit trans Frauen, aber die Befürchtung, etwas falsch zu machen oder in ein Fettnäpfchen zu treten?

Viele Menschen denken, die richtige Sprache und die passenden Worte gegenüber einer trans Person zu finden, sei kompliziert und ohne ein Studium der Genderwissenschaften kaum möglich. Das stimmt natürlich nicht – eigentlich ist es ganz einfach!

Die passenden Begriffe

  • „Frau“: Die naheliegendste, treffendste und respektvollste Anrede. 
    Ich bin eine Frau, und genau das ist mein gelebter Alltag und meine materielle Wirklichkeit – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
    „Frau“ ist einfach, unkompliziert und für den Großteil der Kommunikation schlichtweg ausreichend.
  • „trans Frau“: Völlig in Ordnung! Manchmal ist es wichtig, nicht irgendeine Frau zu benennen, sondern eine, die trans ist (also nicht cisgender).
  • „Mädchen“: Ein charmanter Grenzfall. Viele von uns hören das ab und zu ganz gern, weil es unsere jugendliche Ausstrahlung und frische Leichtigkeit betont – mit dem richtigen Tonfall und einem Augenzwinkern durchaus willkommen.

Was definitiv nicht passt (und warum)

Manche Begriffe stammen aus veralteten Schubladen, der Pornografie oder der Fetisch-Ecke. Sie passen schlichtweg nicht als respektvolle Ansprache für eine trans Person – manche sind entwertend, andere fehl am Platz, und sie zeugen oft von einem Unverständnis dafür, mit wem oder über wen gesprochen wird.

  • Tranny / Shemale
    Abwertender Porno-Slang. Wer diese Begriffe nutzt, signalisiert sofort, dass er eine Frau auf eine billige Kategorie reduziert. 

  • Ladyboy
    Macht nur im spezifischen kulturellen Kontext Thailands Sinn, wird darüber hinaus aber nicht als Selbstbezeichnung von trans Frauen verwendet.

  • Sissy
    Ein Begriff aus der BDSM-/Fetisch-Szene, der Männer beschreibt, die in eine unterwürfige, weibliche Rolle schlüpfen. Das hat nichts mit der Realität einer trans Frau zu tun.
    Eine trans Frau zu sein ist kein Fetish  — es ist gelebter Alltag!

  • Transvestit / Crossdresser
    Beschreibt Menschen (meist Männer), die sich zu bestimmten Anlässen oder für Rollenspiele feminin kleiden. 
    Eine trans Frau zu sein ist kein Fetish —  sie „verkleidet“ sich nicht; sie ist zu 100 % ihres alltäglichen Lebens eine Frau.

  • "eine Trans / TS"
    Ein Adjektiv ersetzt kein Substantiv. Formulierungen wie „eine Trans“ oder „TS“ sind veralteter Medizin- und Kontaktanzeigen-Jargon.
    Während „trans“ als beschreibendes Wort funktioniert, fehlt das eigentlich entscheidende Wort: „Frau“.

Bonus: Kosenamen – Süße, Babe & Co.

Hier macht niemand ein Drama daraus, wenn im Eifer des Gefechts mal ein unbedachtes Wort fällt. Niemand ist empfindlich. Aber viele Männer vergessen schlicht die Verhältnismäßigkeit:

Kein Mann würde eine Autoritätsperson – beispielsweise eine Polizistin bei einer Kontrolle oder eine Kollegin im Meeting – von Sekunde eins an „Babe“ oder „Süße“ nennen.

Kosenamen wie SüßeBabe oder Darling sind kein Standard, sondern ein Privileg. Es macht einen riesigen Unterschied und hinterlässt sofort einen erstklassigen Eindruck, wenn du mir anfangs mit respektvoller Distanz begegnest. Ein Mann, der abwartet, wie die Chemie ist, oder einfach charmant fragt, ob solche Kosenamen genehm sind, beweist Feingefühl – und genau das wird sehr geschätzt. Wenn der Funke überspringt und die Vertrautheit da ist, kommt die Zärtlichkeit ganz von selbst.

Correct Terms around transgender women
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